Die tiefe Sehnsucht des Menschen nach Evolution
BEGINNEN
In jedem Neuanfang liegt ein Zauber inne. Doch fangen wir tatsächlich neu an?
Oder führen wir fort, nur eben einfach anders oder anderes?
Fokussieren wir uns um oder schärfer, wenden wir uns ab? Wenden wir uns zu?
Wenn ich meine, ich fange neu an, dann lasse ich etwas hinter mir. Ich lasse los. Für neue Anfänge gibt es viele Gründe, der wichtigste Begeisterung und Wohlbefinden. Ich bin neugierig,
ich will mich verändern, etwas verändern, mein Leben verändern.
Anfänge sind auch immer Enden. Auch wenn wir uns in zyklischen Kreisen bewegen, so sind sie eher Schlaufen, die sich wie eine Achterbahn nach oben winden. Wir denken gern in diesen „Oben und
unten“ Kategorien. Wir steigen nach oben auf. Nicht nach unten. Wir bewegen uns vorwärts, rückwärts ist nie gut. Warum?
Vielleicht ist es keine Frage des Wertes, sondern ein natürliches Gesetz, wie die Feststellung, dass wir nie ein und denselben Fluss zweimal durchqueren. Wir wissen, dass wir nie in genau der
gleichen Verfassung an genau den gleichen Ort zurückkehren.
Und wohin wir gehen, nehmen wir uns mit.
Neuanfänge sind eine Bewegung, in welche Richtung, ist nicht bestimmt.
Und die Idee, dass das Leben immer expandiert, ist so wahr, wie sich der gesamte Raum unendlich ausbreitet. Expansion bedeutet immer etwas sterben zu lassen, es bleibt zurück, es löst sich auf,
es ist nur noch Erinnerung.
Anfänge sind Bewegung und sie machen auch ein wenig Bange oder mehr, sie können existenziell oder vergnüglich unterhaltsam sein. In jedem Fall holen sie uns mindestens ein Mini-Bisschen aus
unseren Komfortzonen heraus.
Im Schatten dieses Schlüssels sind wir ungeduldig, zappelig, wir mögen uns nicht festlegen, wir naschen hier und da und eigentlich lassen wir uns nicht ein, weil das vielleicht zu anstrengend, zu
verbindlich ist. Zu erwachsen.
Mir fallen da diese Mittdreißiger ein, die immer betonen, dass sie nicht erwachsen werden wollen, weil das so bodenlos langweilig spießig ist und dass sie immer offen und verrückt sein wollen.
Das Leben genießen und alles ausprobieren. Das ist die Unreife.
Und ja, diese Unreife passt sehr gut zu Kids und denen die gerade Erwachsen werden, es ist ein natürlicher Impuls Erfahrungen zu sammeln, Irrtümer zu begehen und falsche Entscheidungen zu
treffen. Es ist aufregend, fatal und mitunter schmerzhaft. Aber so lernen wir und so entwickeln wir uns. So nehmen wir unseren Schatten an, unsere schwierigen Anlagen und Lebenskonditionierungen
und lassen sie unsere Gabe und Talente herausschälen. Wie hätten wir sonst wissen können, was da in uns schlummert? Wozu wir fähig sind? Was wir so alles aushalten können und wie wir dies alles
meistern. Dies gibt uns Rückgrat und Selbstvertrauen.
Wir finden zu uns selbst.
Unserem Kern.
Wenn ich weiter wie eine irre hektische Wespe, um alles nur herumsause und das Rüsselchen nur minimalistisch eintauche, mach ich keine nachhaltigen Erfahrungen, ich lasse mich nicht ein, ich
bleibe oberflächlich und ich bleibe unreif. Weil ich mir nicht erlaube zu reifen.
Zu reifen wie ein guter Wein? Warum nicht. Da steckt ebenso viel Leidenschaft, Arbeit und Herzblut drin. Sehr viel Trial and Error.
Neuanfänge sind fatal, wenn wir nichts zu Ende bringen. Sie sind nicht inspirierend, sie quälen uns und sind verschwendete Energie. Lernen können wir nur, wenn wir den Zyklus abschließen.
Das Leben expandiert und es zieht sich wieder zusammen. Der Genschlüssel 53 atmet ein, der Genschlüssel 42, der Kanalpartner atmet aus, er führt Dinge zu Ende.
Daher ist es für uns um so wichtiger uns nur darauf einzulassen, was wirklich zu uns gehört. Ich muss nicht jede Erfahrung machen.
Sei lieber wählerisch. Hier geht es um Substanz.
Und natürlich muss ich nicht alles zu Ende bringen. Ich muss einen Schlussstein setzen, aber ich muss keine Schwerlasten im lebenslangen Marathon wie ein Navy Seal hucken. Ich darf entscheiden,
genug ist genug. Und da es ein Generatorkanal ist, weiß ich auch einfach, wenn ich auf mein Bauchgefühl höre, wie es tatsächlich um die Sache steht und ob ich aussteigen darf, sollte, kann.
AUSDEHNUNG
Wenn wir dann etwas gereift sind, nach dem wir so viel ausprobiert und einiges durchgestanden haben, beginnen wir uns dem zu widmen, was wir lieben.
Weil wir wissen, was wir lieben, was wir gut können, wonach wir uns sehnen.
Und wir sind meisterlich geworden. Wir wissen, wie es läuft, wie es geht.
Keine Erfahrung, kein Wachstum, ohne dass sich unsere Bewusstheit erweitert hätte.
Sehr schwere Zyklen bringen meist ein spirituelles Erwachen mit sich. Wahre Expansion findet nicht im Außen statt, wir sind in unserem Inneren weit geworden. Unser Herz hat sich geöffnet und es
dehnt und dehnt sich aus. Die Welt um uns herum ist plötzlich prall gefüllt mit Möglichkeiten. Aber nun weiß mein Herz, welche genau zu mir passt. Mit welcher ich diesem Leben dienen kann.
Es ist meine Berufung.
Wir glauben, es ist ein willentlicher Akt der Entscheidung, dieses „ich fange neu an“, in Wahrheit ist es ein natürlicher Prozess und bedeutet die Bereitschaft dem Leben zu folgen, den eigenen
Rhythmen treu zu bleiben, offen und flexibel.
Mehr nicht.
Es wirkt nur überraschend, wenn wir uns nicht in Harmonie befunden haben, wenn wir spüren, wir müssen unbedingt hier raus, woanders hin, weil der Druck so groß geworden ist, dass wir es wirklich
nicht mehr aushalten.
Doch das Leben ist ein Tanz, es dehnt sich aus und zieht sich wieder zurück.
Das Neue ist eine Illusion, solange das Alte offen ist
Es sind nicht die Anfänge, die so entscheidend sind, es sind die Abschlüsse.
Zyklen bewusst zu beenden. Zu wissen, wann wir Abschied nehmen und weitergehen.
Dazu brauchen wir ein Gespür, eine echte Wahrnehmung dessen, was wir gerade durchleben. Ohne Bewusstheit sind wir gezwungen diesen Zyklus immer wieder zu starten, immer wieder zu durchleben. Wir
kennen alle diese Schleifen, dieses Gefühl festzustecken, den gleichen Fehler immer und immer zu wiederholen. Dabei ist dies lediglich eine Lektion, eine Art universell veranstalteter Unterricht,
der dir die Zeit einräumt, die du brauchst. Und bedauerlicherweise kannst du bestimmte Lektionen nicht überspringen oder auslassen. Das ist mitunter leidvoll und schmerzhaft. Es ist wie das
Gänsespiel, gehe zurück auf Start. Und wir ärgern uns gewaltig.
Auch wenn das eine olle Kamelle ist, es ist die wichtigste Info überhaupt, es ist nicht dein Verstand, der entscheidet, wann etwas für dich anfängt oder aufhört, was richtig oder
falsch ist.
Es ist dein Herz.
Das muss man sich trauen, zutrauen. Das ist die neue Regel. Seit ca. 245 Jahren sind wir ein 9-Zentriges Wesen und wir müssen lernen - das ist evolutionär bestimmt - dass wir uns von unserem Verstand lösen und unserer Körperwahrnehmung vertrauen.
Ich mag dieses müssen nicht, aber es ist keine Empfehlung, es ist eine existenzielle Bedingung, wenn die Menschheit überleben möchte.
...es geht bald weiter
herzlichst eure zonfeld
ÜBERFLIESSEN
Überfluss liegt jenseits allen Suchens.
Selbst wenn das Individuum in seinem Gefühl der Getrenntheit einer Illusion unterliegt, so ist es doch ein einzigartiger Ausdruck der Quelle. Und was immer ich auch tue, darstelle, falsch oder richtig mache, ich tue es auf meine einzigartige Weise. Keiner von uns ist falsch – höchstens unangenehm.
Sozusagen.
Die Siddhi ist grenzenlos, es ist die Expansion, die alles verschlingt, beinhaltet und auflöst. Sie ist das Ende unserer materielle Vorstellung. Überfluss, weil alles überfließt, es gibt keinen Mangel, keine Form und keine Zeit, der unbegrenzte Raum existiert nicht (mehr). Er hat sich aufgelöst. Ich brauche nicht mehr expandieren. Ich bin. Unendlich, ewig und lebendig und unbestimmt.
Das ICH ist tot, das Ego nicht existent. Jubelfeier.
Jetzt bin ich real in meiner Illusion. Hier bemühe ich mich, ringe, leide, lache und sterbe ich. Es gibt keine Abkürzung, wir können das Gas beim wachsen nicht ziehen, ohne es abzureissen. Reifung setzt nach ihrer eigenen Zeit ein.
Genschlüssel 53
Siddhi: Überfluss
Gabe: Erweiterung
Schatten: Unreife
Programmierungspartner: Genschlüssel 54
Siddhi: Aufstieg
Gabe: Streben
Schatten: Gier
Codon Ring: Ring der Suche (15, 39, 52, 53, 54, 58)
Aminosäure: Serin
Physiologie: Zwerchfell
Astrologie: Krebs
„Bei einem Menschen kann die Frequenzausdehnung nur auf eine Weise erfolgen – durch das Herz“
Human Design System
Das Tor der Anfänge
Unreife – Expansion – Überfluss
Wurzelzentrum
Viertel: Zivilisation
Kontur: Kollektiv
Kanal 53-42
Kanal der Reifung oder auch Kanal der Entfaltung und Vollendung (Channel of Maturation).
Ein Formatkanal, der evolutionäre Lebenszyklen startet, durchlebt und abschließt.
Er verbindet das Wurzelzentrum (Tor 53 – der evolutionäre Druck, etwas zu beginnen) mit dem Sakralzentrum (Tor 42 – die Energie, Dinge zum Abschluss zu
bringen).
Wenn eine Person diesen Kanal in ihrer Körpergrafik definiert (farbig) hat, bestimmt dies maßgeblich ihre Lebensdynamik. Das Leben verläuft für sie in festen, zyklischen Prozessen.
Als Programmierungspartner liegen sich die Genschlüssel 53 und 54 im astrologischen Rad exakt gegenüber und bilden eine biologische Feedbackschleife. Richard Rudd beschreibt sie als zwei der am stärksten angetriebenen Energien im gesamten System, die einen Menschen entweder in den Wahnsinn oder zur Erleuchtung treiben.
Der Bezug zum Codon Ring der Suche
Der Genschlüssel 53 bildet zusammen mit den Genschlüsseln 15, 39, 52, 54 und 58 den Ring der Suche.
Dieser Ring steuert die tiefe Sehnsucht des Menschen nach Evolution. Er treibt uns an, spirituell, materiell und emotional zu wachsen.
Die Dynamik: Während Tor 52 für die Stille steht und Tor 54 für den materiellen Aufstieg, liefert die 53 den dynamischen Startschuss für die Suche.
Die Illusion des Rings: Der Ring des Suchens gaukelt uns im Schatten vor, dass das Glück irgendwo da draußen in der Zukunft liegt – im nächsten Projekt, im nächsten Partner, im nächsten spirituellen Buch.
Die Transformation durch die 53: Erst wenn der Genschlüssel 53 die Reife erlangt, versteht der „Sucher“, dass die Suche selbst der Sinn ist. Der Anfang eines neuen Projekts wird nicht mehr initiiert, um ein Ziel zu erreichen, sondern um den Prozess des Wachstums im Jetzt zu erleben.






Kommentar schreiben